Gesundheit ist Teamwork

Die medizinische Rehabilitation steht vor einer großen Herausforderung. In einer Zeit des demographischen Wandels ändert sich auch die Patientenklientel. Immer mehr ältere Patienten nehmen eine Rehabilitation in Anspruch. Für die Ärzte und Therapeuten des Fachklinikums Sachsenhof bedeutet dies, sich sehr genau und individuell mit den einzelnen Patienten zu befassen. „Mit einem Standardprogramm wird ein 25-jähriger Orthopädie-Patient wahrscheinlich schnell genesen. Bei älteren Menschen muss man sich auch die Begleiterkrankungen anschauen und gezielt behandeln, um einen langanhaltenden Therapieerfolg zu erzielen“, verdeutlicht Dr. Wilhelm Rehner, der leitende Orthopäde des Fachklinikums Sachsenhof, den ganzheitlichen Anspruch der Klinik. Er empfindet es als großen Vorteil, in einer Einrichtung zu arbeiten, die neben der Orthopädie auch Stoffwechselerkrankungen und Kardiologie schwerpunktmäßig behandelt.

 

Gerade Patienten mit einem metabolischen Syndrom, Adipositas und Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislaufund Gefäßerkrankungen leiden häufig aufgrund des mit diesen Erkrankungen einhergehenden Bewegungsmangels unter Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Zudem wird durch Übergewicht das Achsenskelett statisch und dynamisch fehlbelastet. Diesen Patienten kann nur ein ganzheitliches Therapiekonzept helfen, das auch ein individuelles Gesundheitstraining umfasst.

 

 

Mit der Einrichtung von 12 kardiologischen und 38 orthopädischen Intensiv- AHB-Überwachungszimmern gehört das Fachklinikum Sachsenhof nunmehr zu den Rehabilitationseinrichtungen, die ideale Voraussetzungen für die frühzeitige Aufnahme von Patienten aus der akutmedizinischen Behandlung geschaffen haben. Den Intensiv-AHB-Überwachungszimmern angeschlossen wurden Therapieräume, so dass die zumeist nur eingeschränkt mobilen Patienten kurze Wege zu ihrer Behandlung haben.

 

„Mit dem Umbau der Klinik – insbesondere mit den AHB-Zimmern auf höchstem Standard – sind wir nun bestens gerüstet, Patienten nach orthopädischen oder kardiologischen Operationen oder akutmedizinischen Behandlungen frühzeitig aufzunehmen“, sagt Holger Berger, Verwaltungsdirektor des Sachsenhofes, und weist darauf hin, dass die Aufnahme jeden Tag – also auch am Wochenende – erfolgen kann.

 

Die Überwachungszimmer sind nicht die einzige Modernisierungsmaßnahme des Fachklinikums Sachsenhof. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1914 und die 1995 errichteten Anbauten wurden im letzten Jahr generalüberholt. Dabei blieb der nostalgische Charme erhalten. Die Zimmer, Therapieräume, Sporthallen oder auch der Speisesaal verbreiten durch freundliche, helle Farben und ein komfortables Ambiente eine behagliche Atmosphäre. „Gut gelungen“, lobt auch Psychologe Joachim Heil das neue Ambiente. Er betont, wie wichtig es für Patienten ist, sich während ihrer Genesungsphase wohlzufühlen: „Eine schöne Umgebung und eine herzliche Atmosphäre können den Heilungsprozess ganz erheblich unterstützen.“

 

Seine Einschätzung wird auch von den Patienten geteilt. Vor allem der Fitnessraum (MTT) stößt auf einhellige Begeisterung. „Durch die großen Glasfronten hat man fast das Gefühl, man radelt durch den Park“, findet Elisabeth Jansen. Seit die Rentnerin vor 5 Jahren ihre Rehabilitation nach einer Hüftgelenksprothesen-OP im Fachklinikum Sachsenhof durchgeführt hat, kommt sie jedes Jahr für eine „Gesundheitswoche“ in den Sachsenhof. Keine Seltenheit, wie Holger Berger betont – der Sachsenhof ist eben mehr denn je eine Klinik zum Gesundwerden und Wohlfühlen.

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